Neue Studie zur Mediennutzung von Kindern erschienen – KIM Studie 2020

Am 7. Mai 2021 ist die aktuelle KIM-Studie erschienen. KIM steht für Kinder, Internet und Medien. Seit 1999 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) regelmäßig eine Basisstudie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) durch.

Die KIM-Studie ist auch für Laien verständlich geschrieben und bietet mit vielen Grafiken anschaulich einen interessanten Einblick in die Mediennutzung von Kindern. Eltern, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften, Sozialarbeiter*innen und allen anderen, die mit Kindern arbeiten oder zusammenleben,  sei ein Blick in die Studie wärmstens empfohlen, denn sie bietet gute Anhaltspunkte, etwas über die bevorzugte Mediennutzung und die Erfahrungen von Kindern mit Medien zu erfahren. Zudem kann es interessant sein, sich die Entwicklung von Medieninteressen und Mediennutzung über die Jahre hinweg anzuschauen. Alle durchgeführten Studien seit 1999 sind online unter http://www.mpfs.de/studien abrufbar

Für die KIM-Studie 2020 wurden 1.216 Kinder und deren Haupterzieher*innen befragt. Einige Ergebnisse haben wir hier für euch zusammengefasst.

Das Thema Freundschaft ist für die meisten Befragten besonders interessant und relevant. 63% sind sehr interessiert, 30% interessiert daran. Bei Mädchen ist das Interesse ein wenig ausgeprägter als bei Jungen (68% vs 59%). Danach kommt das Thema Schule und auf Platz drei das Handy/Smartphone.

Die Medienausstattung in den Haushalten der befragten Kinder ist sehr hoch: so gut wie in allen Haushalten sind Fernseher, Internet, Handy/Smartphone und Computer/Laptop vorhanden, neben „althergebrachten“ Medien und Geräten wie Radio, DVD-/BluRay-Player/Video-/Festplattenrekorder und anderen. Das Gerät, das Kinder am häufigsten selbst besitzen, ist übrigens das Smartphone oder Handy: 50% der Kinder verfügen über ihr eigenes Gerät, gefolgt von Spielekonsolen und Fernseher.

Nach ihrer häufigsten Freizeitbeschäftigung gefragt, gaben 94% der Kinder das Fernsehen an, danach folgen Hausaufgaben und Lernen für die Schule und danach Freunde treffen. Bezüglich ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung geben die meisten Kinder Freunde treffen am häufigsten an (Mädchen 58%, Jungen 55%). Das zeigt, dass soziale Kontakte zu Gleichaltrigen für Kinder nach wie vor im Fokus stehen und diese nicht von digitalen Medien abgelöst werden. In Kontakt bleiben bzw. Kommunikation mit anderen ist übrigens die am häufigsten genannte Nutzung des Smartphones – je älter die Kinder sind, desto wichtiger wird ihnen diese Funktion.

Neben digitalen Medien geraten aber auch „klassische“ Medien wie das Buch so schnell nicht aus dem Fokus. Gut die Hälfte der befragten Kinder zwischen acht und elf Jahren gab zum Zeitpunkt der Befragung an, gerade ein Buch zu lesen. Bei den jüngeren und älteren Kindern fiel die Zahl etwas geringer aus.

Wer nun neugierig geworden ist, welche Ergebnisse die KIM-Studie 2020 außerdem erbracht hat, kann sich die Studie kostenfrei unter http://www.mpfs.de/studien/ ansehen und herunterladen. Dort finden sich übrigens auch weitere Studien des mpfs: die JIM-Studie, die die Mediennutzung Jugendlicher untersucht, die FIM-Studie, die sich der Mediennutzung von Familien widmet sowie die miniKIM, die Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen 2 und 5 Jahren enthält.

fw

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