#wirbibliotheken – über die “Corona-Maßnahmen”in der Stadtbibliothek Wolfsburg

Mit diesem kleinen Beitrag über unsere Maßnahmen während der Corona-Krise nehmen wir teil an der bundesweiten Vernetzungsaktion für Bibliotheken, die von der Münchner Stadtbibliothek ins Leben gerufen wurde:

https://blog.muenchner-stadtbibliothek.de/wirbibliotheken/

Nach der wegen der Corona-Pandemie angeordneten Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichungen schloss ab dem 16. März auch die Stadtbibliothek Wolfsburg ihre Türen.  Für die nächsten Wochen bis zum 20. April erlosch der Publikumsverkehr in der Zentrale im Alvar-Aalto-Kulturhaus, in den fünf Stadtteilbibliotheken, den vier Lernzentren in den Schulen und im Bücherbus.

Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln setzten die meisten Mitarbeiter*innen die Arbeit in der Bibliothek intern fort. Da wo möglich, gingen einige auch ins Homeoffice, reduzierten Überstunden oder genossen die regulär angemeldeten Osterferien.

In den ersten Tagen der Schließungsphase wurde neben der automatischen Verlängerung der Ausleihfristen aller Medien zunächst die telefonische Auskunft und Beratung optimiert. Wir wollten unsere Onlinedienste noch bekannter machen und taten das durch eine verstärkte Pressearbeit und Präsenz in den sozialen Medien.

Den Neukund*innen eine unkomplizierte Anmeldung in der Bibliothek per Telefon oder Mail zu ermöglichen, hatte dabei für uns oberste Priorität. Somit konnten Neuangemeldete auch ohne persönliches Erscheinen unmittelbar auf sämtliche Onlinedienste und Datenbanken zugreifen.

Unsere Nutzer*innen zeigten sich sehr zufrieden mit unserem Krisenservice und dankten uns dafür bei etlichen Gelegenheiten.

Ein positiver Nebeneffekt der Schließung: wir konnten intern weiter an der Umsetzung unseres Bibliothekskonzeptes arbeiten. Konkret kümmerten wir uns jetzt intensiv um Bestandsarbeiten, die wegen des Publikumsverkehrs sonst häufig nur eingeschränkt möglich sind.

Ab dem 20. April schritten wir auf dem Weg zur Wiedereröffnung noch weiter voran und richteten einen Medienrückgabe und -abholservice an einer Fensteraußenfront der Bibliothekszentrale ein.

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln hatten unsere Nutzer*innen nun die Möglichkeit, ihre entliehenen Medien während der gewohnten Öffnungszeiten wieder abzugeben. Die zurückgebrachten Medien wurden für 72 Stunden unter Quarantäne gestellt, bevor sie wieder in den Umlauf kamen. Die Medienquarantäne gilt bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Aber nicht nur das: weiterhin ermöglichten wir unseren Nutzer*innen nach vorheriger Recherche im Online-Katalog bis zu 10 Medien pro Woche aus unserem Gesamtbestand zu bestellen, die ebenfalls an dieser Fensterfront zu einem vereinbarten Zeitpunkt zur Abholung bereit standen.  

Zeitgleich verwandelten wir auch die Kunstecke unserer Bibliothek in einen besonderen Lernort, den Schüler*innen reservieren können, die sich einen ruhigen und optimal ausgestatteten Arbeitsplatz wünschen.

Maximal 10 Schüler*innen können bis zum jetzigen Zeitpunkt die Bibliothek für maximal 5 Stunden am Tag als Lernort nutzen. Nach vorheriger Anmeldung per Telefon oder Mail und mit der Auflage einen Mundschutz zu tragen.

Schüler*innen, die nicht über eigene mobile Endgeräte verfügen oder diese nicht nutzen möchten, können auch auf die Laptops der Bibliothek zurückgreifen.

In enger Absprache mit den Schulen und zur Unterstützung des Lehrbetriebes öffneten wir ab dem 27. April eingeschränkt auch unsere vier Lernzentren in den Wolfsburger Schulen (nicht mehr als 20 Schüler*innen gleichzeitig, Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln).

Seit dem 4. Mai ist nun auch die Zentralbibliothek im Aaltohaus wieder eingeschränkt für den Publikumsverkehr geöffnet.

Da, wo das Bibliothekspublikum vor der Corona-Krise lebhaft durch die Bibliotheksräume strömte, regelt jetzt ein durchdachtes Nutzungskonzept (Maskenpflicht, Einhaltung der Abstandsregeln, Ausfüllen des Gesundheitsbogens der Stadt Wolfsburg) den Zugang zur Bibliothek, der auf 20 Personen gleichzeitig beschränkt ist.

Die Auswahl, Ausleihe und Rückgabe von Medien und die Internetnutzung an den Internetrechnern (eingeschränkt auf 30 Minuten) sind somit wieder im Gebäude selbst möglich. Damit möglichst viele den Vorortservice der Bibliothek nutzen können, fordern wir unsere Nutzer*innen seitdem auf, Medien möglichst zügig auszuwählen und zu entleihen.

Da die Stadtteilbibliotheken und die Fahrbibliothek bis auf weiteres nicht geöffnet sind, haben wir uns entschlossen, den Medienbestell und -abholservice aufrecht zu erhalten und die unkomplizierte Anmeldung und Verlängerung der Gültigkeit des Bibliotheksausweises per Telefon und Mail weiterhin zu ermöglichen.

In den kommenden Wochen werden wir uns nun verstärkt mit der Erarbeitung weiterer digitaler Angebote beschäftigen.

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