This is for the Players

Visit Toronto [and] see the world. Kanadas einwohnerstärkste Metropole ist zugleich die multikulturellste des Planeten. Diese Pluralität machen sich die hier niedergelassenen Unternehmen zunutze, die Dynamik ist unverkennbar. Folglich lautet ein weiteres Motto der Stadt Vielfalt. Unsere Stärke. Toronto ist klar das wirtschaftliche Zentrum Kanadas und hat eine geradezu magische Anziehungskraft auf Start-Up-Unternehmen. Das liegt womöglich auch an der kanadisch-spontanen Art – das Land des Ahornblattes macht es Neuankömmlingen wirklich leicht, Unternehmer zu werden (Quelle).

Das diesbezüglich deutsche Pendant (Quelle) zu Toronto ist übrigens Frankfurt am Main. In der Bankenmetropole leben ebenfalls Menschen aus weit mehr als 100 Nationen zusammen. Auch in punkto Lebensqualität sind beide Städte nah beieinander. Kann Frankfurt insbesondere bei den Gehältern punkten (im weltweiten Vergleich liegt man diesbezüglich auf Rang 10), ist Toronto hingegen der kulturelle Hotspot des Landes, wie die WELT treffend bemerkt. Im Bereich Kultur und Umwelt erreicht die kanadische Stadt am Ontariosee einer Umfrage des Economist zufolge 97,2 von 100 möglichen Punkten.

Doch auch die Jobangebote und Chancen für Auswanderer sind nirgendwo vielfältiger (Quelle) als im Dunstkreis der Stadt, deren Name der Sprache der Mohawk-Indianer entstammt.


In diesem Umfeld begann auch der Aufstieg des Unternehmers Jack Tramiel.

Beinahe 40 Jahre ist es nun her, dass das 1954 gegründete Unternehmen Commodore auf der Consumer Electronic Show den C64 der Weltöffentlichkeit vorstellte.

Jaceck Trzmiel, so der Geburtsname des aus Polen stammenden Juden, wanderte nach einer grausamen Kindheit in den Konzentrationslagern der Nazis in den fünfziger Jahren nach Amerika aus (Süddeutsche Zeitung: Renaissance eines Brotkastens aus Munzinger Online) und änderte dort seinen Namen (Quelle).

Alles begann mit einem profitablen Schreibmaschinenladen in Toronto, doch ein Japan-Aufenthalt gab den entscheidenden Impuls: Als Tramiel dort zum ersten Mal eine elektronische Addiermaschine sah, ahnte er wohl den Weg in die Zukunft. Der Unternehmer gründete die Firma mit dem militärischen Namen und machte Commodore zu dem beherrschenden Heimcomputerhersteller der 80er und frühen 90er Jahre schlechthin.

Die eigenentwickelten Commodore-PCs galten als besonders robust. Ihnen eilte der Ruf voraus, kompatibler als IBM selbst zu sein (Quelle). Der C64 war im Vergleich zu anderen Rechnern enorm leistungsstark. Mit sechzehn Farben und hervorragenden Toneigenschaften sorgte er weltweit für Aufsehen.

Einst prognostizierte IBMs Vorsitzender Thomas Watson, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer geben würde. Wie man sich doch irren kann: Das Statistik-Portal Statista sagt für das Jahr 2021 einen weltweiten Absatz von 248 Millionen Desktop-PCs und Notebooks voraus!

Natürlich war Commodore von solchen Zahlen meilenweit entfernt. Dennoch: Nicht überprüfbaren Aussagen zufolge wurde das Aushängeschild C64, der Liebling der Gamer, über 30 Millionen Mal weltweit verkauft (Quelle) und somit zum erfolgreichsten Heimcomputer aller Zeiten.

Das Selbstlernzentrum Vorsfelde hat dieses überaus spannende Thema aufgegriffen und stellt interessante Informationen und Medien zu dieser Angelegenheit in einer Ausstellung bereit.

Stop playing, start gaming!

Sieb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.