Kulturmitte – prägende Kinderbücher

Wer hat nicht gerne als Kind gelesen und sich in fremden Welten verloren? Es gab einfach Bücher, die einem mehr gelehrt haben, als seine eigenen Eltern. Heute möchte ich Ihnen fünf meiner Lieblingskinderbücher vorstellen, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

 

Momo: Ich habe dieses Buch vor allem deshalb gelesen, weil eine gute Freundin von mir genauso hieß. Die kleine tapfere Momo versucht mit ihrer Schildkröte Kassiopeia die Zeit der Menschen vor den schwarzen Männern zu retten. Dabei lernte ich, dass gestresste Erwachsene nicht immer mit allem Recht haben und dass man mit genug Mut alles schaffen kann. Außerdem habe ich mir geschworen niemals mit dem Rauchen anzufangen (hat geklappt).

 

Das magische Baumhaus: Die Geschichten rund um die Geschwister Anne und Philipp haben mich verzaubert. Eines Tages finden die beiden in einem Wald ein Baumhaus, das vollgestopft mit Büchern ist. Hier können sie zu all den Orten reisen, die in den Büchern gezeigt werden. Ob das nun Venedig, das alte Rom, die Antarktis oder die Zeit der Dinosaurier ist, überall erleben sie Abenteuer, in denen es um Mut, Freundschaft und Vertrauen geht. Und genau diese Dinge haben sie mich damals auch gelehrt.

 

Das Sams: Ein rothaariges, schweineähnliches Kind im blauen Taucheranzug und mit Sommersprossen, das Wünsche erfüllen konnte. Noch heute kann ich alle Wochentage auf dieses Buch zurückführen: Montags kommt Herr Mohn, Dienstags hat er Dienst, Mittwochs ist die Mitte der Woche, Donnerstags donnert es, Freitags hat er frei, Samstags kommt das Sams und Sonntags scheint die Sonne. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass das Sams mich besucht und allerlei Unsinn mit mir macht. Nie habe ich so herzhaft gelacht wie bei dieser Lektüre!

 

Die wilden Hühner: Eine verrückte Bande von fünf völlig unterschiedlichen Mädchen, die zusammen Hühner retten, Jungs Streiche spielen und einfach nur Spaß haben. Und wenn eine von ihnen mal Probleme mit ihrer Familie hat, setzen sie sich ohne zu zögern füreinander ein. Die perfekte Nachmittagslektüre und Ansporn selbst einen geheimen Club mit Freundinnen zu gründen. Nicht umsonst habe ich mich während meiner Abi-Mottowoche mit Freunden als die wilden Hühner verkleidet!

 

Die drei ???: Drei Jungs in einem Wohnmobil auf dem Schrottplatz, die als Privatdetektive rätselhafte Fälle lösen und Kriminelle zur Strecke bringen. Einmal angefangen konnte ich keinen der Bände wieder zurücklegen. Ich klebte vor Spannung an den Seiten und versuchte immer selbst herauszufinden, wer der Täter war. Regt zum Mitdenken an und weckt den inneren Detektiv in einem. Ich weiß noch, wie ich mit Lupe durchs Haus lief und versuchte Fingerabdrücke zu finden oder wie ich mir einen eigenen Detektivausweis bastelte. Meine Neugier für das Lösen von Rätseln habe ich definitiv wegen dieser Reihe entwickelt!

 

All diese Bücher können natürlich hier in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

Haben Sie eines dieser Bücher schon gelesen? Was waren (oder sind) Ihre Lieblingskinderbücher?

lka

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