Kulturmitte “Brothers – A Tale of Two Sons”

Begleitet die Brüder Naia und Naiee auf einer märchenhaften Reise, voller Gefahren und großer Emotionen. Die zwei Brüder, die ihre Mutter bei einem Unglück auf See verloren haben und noch um diese trauern, werden mit einer unbezwingbar scheinenden Aufgabe konfrontiert. Aus heiterem Himmel wird ihr Vater sterbenskrank und nur magisches Wasser kann sein Leben retten. Dessen Quelle ist allerdings ein mystischer Baum, der weit von ihrem Heimatdorf entfernt ist. Um zu überleben, müssen sich die zwei aufeinander verlassen. Der eine muss stark sein, wo der andere schwach ist. Der eine muss mutig sein, wo der andere ängstlich ist.

Taucht ein in eine Welt, wo Riesen in verwunschenen Türmen hausen, Trolle in tiefen Stollen nach Erz schürfen, aber auch der böse Wolf  in der Dunkelheit lauert. Die Welt von Brothers ist wunderlich, wunderbar und gleichzeitig zutiefst melancholisch. Die Farben des Spiels und die wunderschöne Musik runden diese einzigartige Stimmung ab.

Eine relativ neue Spielidee von “Brothers – a Tale of Two Sons” stellt die Steuerung dar, denn obwohl es sich um ein Einzelspielerspiel handelt, werden beide Protagonisten vom Spieler gesteuert. Anders als in einigen anderen Spielen, in denen man zwischen den Charakteren wechseln kann, steuert der Spieler hier beide Brüder gleichzeitig. Mit dem linken Analogstick steuert man den älteren Bruder, mit dem rechten den jüngeren – und das gleichzeitig. Das Interagieren der beiden Brüder miteinander stellt einen zentralen Punkt des Spiels und verschiedener Rätsel dar. So muss ein Bruder beispielsweise einen gefährlichen Hund ablenken, damit der andere diesen umgehen kann und umgekehrt.

Das Spiel ist für mich eine designtechnische Meisterleistung. Ein gutes Beispiel dafür, wie viel Spiel- und erzählerische Tiefe  aus zwei Analogsticks herausgeholt werden kann. Das fängt bei kleinen Gesten zwischen den Brüdern an und geht über Rätsel bis hin zum großen Finale. Und das nur bei einem schlichten Knopfdruck.

Das Spiel ist bereits 2013 erschienen unter dem schwedischen Entwicklerstudio Starbreeze Studios.

Kaufen kann man das Spiel für PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One und iOS.

Jana Schindler

3 Comments

  1. Wir haben das Spiel auch bei uns in Der Bibliothek und ich bin schon ewig am Überlegen, ob ich es spielen sollte. Jetzt weiß ich: Ja!! Wenn die Nächte also wieder länger werden, es doch öfter mal regnet, werde ich es mir zuhause gemütlich machen und mich hoffentlich ebenfalls von dem Spiel begeistern lassen 🙂 – Grüße aus Salzgitter, Sü

  2. sehr schön geschriebener Blogpost. Brothers ist echt ein schönes Erlebnis. Das kann man echt immer wieder mal spielen. Das hat man ja auch an einem Nachmittag durch. Ebenfalls zu empfehlen wäre Never Alone.

    Viele Grüße
    Christian Stegner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.