Jiddische Lieder in der Musikbibliothek – Auftaktveranstaltung der Reihe “Kein Raum für rechtes Gedankengut”

Am Sonntag wurden in der Musikbibliothek jiddische Lieder gesungen. Das elfte Offene Singen, zu dem die Musikbibliothek einlud, war gleichzeitig Auftaktveranstaltung zu der Veranstaltungsreihe “Kein Raum für rechtes Gedankengut”, die mit zehn verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt ein Zeichen gegen Rechts und für Toleranz setzen möchte.

IMG_3574a Fast 60 Besucher folgten der Einladung, diesmal keine deutschen, sondern jiddische Volkslieder zu singen. Die jiddische Sprache war vor dem zweiten Weltkrieg in Europa weit verbreitet. Nach dem Mord an 6 Millionen Juden, von denen 90% muttersprachlich Jiddisch sprachen, gibt es heutzutage nur noch wenige Muttersprachler.

IMG_3583aMiriam Rödiger (Braunschweig) bereitete das Publikum souverän und sehr humorvoll auf die manchmal doch schwer verständlichen Liedtexte vor und Hans-Walter Slembeck (Krefeld) begleitete die Lieder schwungvoll am Klavier und bereicherte den Vormittag außerdem durch fantasievolle Klavierimprovisationen über jüdische Themen.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an Miriam Rödiger und Hans-Walter Slembeck. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Nds.-Ost, von der Bibliotheksgesellschaft Wolfsburg und von dem Bundesprogramm “Toleranz fördern – Kompetenz stärken” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Judith Slembeck

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