Medientipp der Woche: „Black Taxi“

Zum Inhalt: Martin kann es nicht fassen. Belfast! Er soll sein Auslandsstudium ausgerechnet in der nordirischen Hauptstadt absolvieren. Nordirland kennt Martin nur aus den Nachrichten. Bombenanschläge, Straßenschlachten, die IRA und bis an die Zähne bewaffnete britische Soldaten, die irgendwelche Stadtviertel stürmen. Das alles verbindet er mit Belfast.
Aber neben Gewalt, Hoffnungslosigkeit und blindem Hass findet er dort auch freundliche Menschen, die trotz der widrigen Umstände an einen friedlichen Neuanfang glauben. Und er findet seine große Liebe. Doch die Troubles sind noch nicht vorbei und auch Martin gerät in den immer undurchsichtigeren Konflikt zwischen Loyalisten und Nationalisten. Die moralischen Werte des jungen deutschen Studenten werden auf eine harte Probe gestellt und die ehemals so klaren Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen zunehmend. Ein Projekt im Belfaster Hafen könnte die ersehnte Wende einläuten, doch der Jahrzehnte alte Bürgerkrieg wirft lange Schatten. Kann es trotzdem gelingen?

Black Taxi

Mit seinem Debütroman regt Dominik Bartels nicht nur zum Nachdenken an. Man wird von der ersten Seite an in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, aus dem man bis zum Schluss nicht mehr herauskommt. Ich selbst habe beim Lesen viel gelacht, geweint, gehasst, aber die Hoffnung nie aufgegeben. In „Black Taxi“ steckt sehr viel Herzblut drin, da Dominik Bartels nach eigenen Angaben, einen großen Teil der Geschichte selbst erlebt hat.

Das Buch ist in der Zentralbibliothek ausleihbar. (Standort: Belletristik/Bart)

js

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