Medientipp der Woche: „Taste the waste“ – Kein Film für schwache Nerven

Ein Thriller der besonderen Art ist der Film „Taste the waste“. Drastisch wird dem Zuschauer vor Augen geführt, wie das Konsumverhalten der reichen Länder unserer Erde die Lebensmittelgewinnung und –produktion bestimmen.

Taste the waste

Die gewinnmaximierten Methoden des Handels, aber letztlich auch unser Verbraucherverhalten verursachen die Vernichtung schier unglaublicher Mengen an noch genießbarem Essen. Die Gurke ist zu gerade, die Tomate ist nicht rot genug, die Kartoffel ist zu klein, die Bananenstaude trägt nicht die richtige Menge an Bananen, das Haltbarkeitsdatum läuft in 2 Wochen ab, die Liste der irrsinnigsten Gründe ist lang. Damit wir unsere tägliche Banane essen können, wird ein unverantwortlicher Raubbau an den Menschen und der Natur in den Anbauländern der 3. und 4. Welt begangen, aber auch die hiesige Landwirtschaft ist durch unvernünftige Produktionsvorschriften geknebelt.

Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Film ist keine leichte Kost aber trotzdem sehr zu empfehlen und „[…] stößt in Deutschland eine längst überfällige Debatte an.[…]“, sagt Klaus TöpferDie Essensvernichter

Ebenfalls in der Stadtbibliothek erhältlich ist das Buch zum Film, es erschien unter dem Titel „Die Essensvernichter“.

Hans-Josef Menzel

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